Uschanka – Kultiger russischer Trapperhut

Wenn man an russische Kopfbedeckungen denkt, kommen einem oft als Erstes Wintermützen in den Sinn. Ihre Ursprünge lassen sich zwar bis in die Mongolenzeit zurückverfolgen, doch die russische Uschanka, wie wir sie heute kennen, entstand in der UdSSR. In den 1930er-Jahren erhielt die sowjetische Marine als erste eine angepasste Version aus Schaffell und Leder. Um 1940 folgten die übrigen Streitkräfte diesem Beispiel, nachdem die Rote Armee eine komplette Neugestaltung ihrer Winteruniformen in Auftrag gegeben hatte.

So entstand die Schapka Uschanka. Ihr Name leitet sich vom russischen Wort für Ohren („ushi“) ab und bezieht sich auf die charakteristischen Ohrenklappen. Diese Klappen bedecken nicht nur die Ohren, sondern schützen auch Nacken, Wangen und Kinn, wenn die Kordelzüge in der offenen Variante gebunden sind. Manche Modelle verfügen sogar über extra lange Klappen, die mit zusätzlichen Knöpfen am Kragen des Mantels befestigt werden können. Dies ist besonders nützlich für Truppen, die jenseits des Polarkreises in Russland stationiert sind, wo solche Ausrüstungsgegenstände selten sind.

Die Uschanka-Mützen für Soldaten wurden ursprünglich aus einer speziellen Mischung aus Acrylfasern und Schaffell gefertigt, um den Strapazen des Kampfes standzuhalten. Höherrangige Offiziere trugen hingegen ausschließlich Mützen aus Moutonfell, wie beispielsweise die geschorene Offiziersmütze. Obwohl der ursprüngliche Zweck dieser Mützen rein funktional war, begannen Kürschner später mit anderen Fellarten zu experimentieren. Befehle der Armee führten schließlich zur Herstellung der ersten wirklich wertvollen Uschankas aus persischem Lammfell. Ein solches Modell, das noch heute von der russischen Ehrengarde verwendet wird, kombiniert aus Kostengründen persisches Lammfell mit Wollstoff. Vollpelzmützen sind weiterhin Generälen vorbehalten.

Außerhalb des militärischen Bereichs ist die Vielfalt an Uschanka-Stilen deutlich größer und für jedes Budget geeignet. Von preiswerten Modellen aus Kunstpelz und Kunstleder über erschwingliche Varianten aus Kaninchenfell bis hin zu Kopfbedeckungen aus Bisam-, Biber- und sogar Nerzfell. Selbst Präsident Gerald Ford konnte der Versuchung nicht widerstehen, sich bei einem offiziellen Besuch in Russland 1974 eine Nerzmütze zuzulegen. Obwohl sie ursprünglich unterschiedliche Stile bezeichneten, werden die folgenden Begriffe heute im Allgemeinen synonym für dieselbe Art von Kopfbedeckung verwendet: Flieger-, Trapper- und Soldatenmütze. Ganz gleich, welche Bezeichnung Sie bevorzugen, wir empfehlen Ihnen, in eine Uschanka aus hochwertigem Fell zu investieren. Es lohnt sich wirklich!