Papacha Kosakenmütze – Ein wahrhaft besonderes Symbol

Die Papacha , auch Papaha genannt, war jahrhundertelang ein unverzichtbares Accessoire der Kosaken. Ihre Bedeutung wird in Alexander Puschkins Gedicht Poltawa eindrucksvoll erwähnt. Kosakenhüte galten als unantastbar und durften nur im Todesfall weitergegeben werden. Jemandem den Hut vom Kopf zu schlagen, war daher eine schwere Beleidigung und eine Herausforderung zum Duell. Umgekehrt bedeutete das Wegwerfen des Hutes durch den Besitzer, dass er sein Leben riskierte.

Im Russischen Reich erlaubten Militärvorschriften das Anbringen von Massenheldenorden an Hüten, was deren Wert zusätzlich steigerte. Aktiv dienende Kosaken trugen außerdem kleine, in das Futter ihrer Hüte eingenähte Ikonen, die es ihnen ermöglichten, überall zu beten, sei es auf dem Feld, an der Front oder während eines Marsches.

In Friedenszeiten besaß die Papacha im öffentlichen Leben der Kosaken eine immense Bedeutung. Sie symbolisierte die Rechte des Mannes als Ältester seiner Familie. Die Hüte gefallener Kosaken wurden in ihre Familien zurückgebracht und in der Gebetsecke aufgestellt, als Zeichen des göttlichen Schutzes. Auch bei der Partnersuche und Hochzeiten spielten Papachas eine wichtige Rolle.

Kosakenhüte ähneln zwar im Allgemeinen einer Papacha, ihre Form kann jedoch stark variieren. Der Hauptunterschied liegt in der Unterscheidung zwischen festen und weichen Hüten. Feste Hüte sind formstabiler und werden typischerweise aus persischem Lammfell gefertigt. Weiche Hüte hingegen werden am besten aus Schaffell mit seinen charakteristischen langen Locken hergestellt. Die Kubanka ist ein weiterer wichtiger Huttyp, der in den ehemaligen Sowjetstaaten weit verbreitet ist. Sie ist niedriger, hat aber ebenfalls eine formstabilere und strukturiertere Form. Wie der Name schon sagt, stammt sie von den Kuban-Kosaken.